Oralchirurgie
Ihr Fachzahnarzt in Weingarten
Die Oralchirurgie ist der Bereich der Zahnmedizin, der sich mit chirurgischen Eingriffen im Mundraum befasst. Auch wenn ZahnärztInnen im Allgemeinen chirurgische und implantologische Eingriffe im Mund absolvieren können, gibt es manche, die eine spezielle dreijährige Vollzeitweiterbildung zum Fachzahnarzt für Oralchirurgie absolvieren - Dr. Fridolin Meinert ist einer davon. Diese Weiterbildung umfasst neben dentoalveolärer Chirurgie und Implantologie auch Traumatologie und komplexe Weichgewebs- und Augmentationschirurgie. Die meisten dieser Operationen können wir auch in unserer Praxis durchführen, sowohl in örtlicher Betäubung als auch in anästhesiologisch begleitetem Dämmerschlaf oder Vollnarkose.
Chirurgische Eingriffe - sanft & schmerzarm
Unsere Expertise
ZA Valentin Scharpf hat einige Jahre in einer Praxis mit chirurgisch-implantologischem Schwerpunkt gearbeitet und konnte in den Bereichen Implantologie und dentoalveoläre Chirurgie viel Erfahrung sammeln.
Dr. Fridolin Meinert hat die dreijährige Vollzeitweiterbildung zum Fachzahnarzt für Oralchirurgie abgeschlossen, zwei Jahre davon an der Oberschwabenklinik in Ravensburg. Außerdem hat er durch seinen berufsbegleitenden dreijährigen Masterstudiengang "Parodontologie und Implantattherapie" zusätzliche Expertise im Bereich Implantologie, Augmentationschirurgie und Parodontalchirurgie aufgebaut.
Unsere Leistungen auf einen Blick
Entfernung von nicht-erhaltungswürdigen Zähnen und retinierten/verlagerten Zähnen
Weisheitszahnentfernung
Freilegung von retinierten Zähnen zur kieferorthopädischen Einstellung
zahnerhaltende Chirurgie: z.B. Wurzelspitzenresektion, Therapie externer Resorption, Zystenentfernung etc.
Parodontalchirurgie
Weichgewebschirurgie: z.B. Vestibulumplastik, Rezessionsdeckung, Lippenbändchen-OP etc.
Implantologie
Augmentationschirurgie: Knochenaufbau bei nicht-ausreichendem Knochenangebot vor implantologischen Eingriffen
Mikrochirurgie: minimalinvsive Eingriffe, dank speziellem Instrumentarium, extrem filigraner Nähte, Lupenbrille und Mikroskop
Eigenbluttherapie: vor dem Eingriff nehmen wir Ihnen Blut ab. Dieses wird schonend zentrifugiert, wodurch man spezielle Blutbestandteile gewinnt, die sich sehr förderlich auf die Wundheilung auswirken.
Piezochirurgie: ein spezielles OP-Verfahren, bei dem spezielle minimlinvasive Instrumente mittels Ultraschallvibration Knochen bearbeiten können ohne dabei Weichgewebe zu verletzen. Das heißt das Risiko Nerven oder Gefäße zu verletzen wird auf ein Minimum reduziert!
Ihre Vorteile
Expertise dank ausführlicher Aus- und Weiterbildung
Wir nehmen uns Zeit, für die Aufklärung, den Eingriff und die Nachsorge
Präzision dank modernster OP-Technik, Lupenbrille, Mikroskop und minimalinvasivem Instrumentarium (Mikrochirurgie, Piezochirurgie etc.)
geschulte und erfahrene Mitarbeiter: Die meisten unserer zahnmedizinischen Fachangestellten haben auch langeZeit in chirurgischen Praxen gearbeitet und können Sie daher sicher betreuen. Sedierungen und Narkosen werden bei uns durch ein erfahrenes Anästhesieteam durchgeführt.
Oralchirurgie - ein Überblick
Die Oralchirurgie deckt eine ganze Reihe spannender operativer Eingriffe im Mundraum ab, hier eine Übersicht über die Geläufgsten:
Zahnentfernung: Sind Zähne, z.B. aufgrund massiver kariöser Zerstörung nicht mehr zu erhalten, dann müssen sie schonend entfernt werden.
Entfernug retinierter und verlagerter Zähne: Manchmal brechen bleibende Zähne gar nicht oder nicht vollständig durch, der Klassiker sind die Weisheitszähne. Aber auch andere Zähne, wie z.B. Eckzähne können betroffen sein. Verursachen diese Zähne Probleme oder besteht die Gefahr, dass sie dies in Zukunft tun, dann müssen sie operativ entfernt werden.
Zahnfreilegung für KFO: Gerade bei jungen PatientInnen versucht man häufig, retinierte Zähne, die nicht richtig durchbrechen können, aus dem Knochen freizulegen und mittels eines verklebten Kettchens im Rahmen einer kieferorthopädischen Therapie an die gewünschte Position zu bewegen.
Zystenentfernung: Zysten sind mit Epithel ausgekleidete Hohlräume im Knochen oder auch im Weichgewebe, die sich langsam mit Flüssigkeit füllen und dadurch anschwellen. Da der Knochen sich durch den von der Zyste verursachten Druck verhältnismäßig schnell abbaut, spüren Sie eine Zyste meist gar nicht. Erst wenn sich durch die Zyste Zähne verschieben oder sie sich bakteriell infiziert, merken Sie dass etwas nicht stimmt. Häufig sind sie deshalb Zufallsbefunde im Röntgenbild.
Wurzelspitzenresektion: War eine Wurzelkanalbehandlung nicht erfolgreich und auch eine endodontische Revision nicht zielführend oder erfolgreich, dann versucht man mittels einer Wurzelspitzenresektion den Zahn zu erhalten. Dabei wird das Entzündete Gewebe an der Wurzelspitze durch eine kleine Öffnung im Knochen entfernt, die Wurzelspitze gekürzt und der Wurzelkanal von unten (retrograd) verschlossen.
Parodontalchirurgie: Schwer zugängliche Bereiche zwischen den Zahnwurzeln oder an Einziehungen an der Wurzeloberfläche können trotz gründlichster Reinigung nach einer geschlossenen Parodontitistherapie Bakterienherde bleiben. Die Folge ist, dass die Entzündung in der Zahnfleischtasche nicht ausheilen kann. Ein parodontalchirurgischer Eingriff kann dann weiterhelfen.
Weichgewebschirurgie: Eingriffe am Weichgewebe zur Optimierung des Implantatlagers oder zur Abdeckung freiliegender Zahnhälse werden bei uns immer mikrochirurgisch durchgeführt.
Wichtig für Sie zu wissen ist, dass wir durch geeignete Betäubungs- und Anästhesieverfahren immer einen Weg finden, damit die Operation für Sie schmerzfrei verläuft. Uns ist eine ruhige und entspannte Atmösphäre wichtig, deshalb dürfen Sie gerne auch Ihre eigene Musik während des Eingriffs hören.
Vollnarkose, Dämmerschlaf oder örtliche Betäubung?
Wir wählen die Betäubungs-/Narkoseform passend zu Ihrer Situation und Ihrem Sicherheitsgefühl:
Örtliche Betäubung: Sie sind wach, spüren keine Schmerzen
Sedierung („Dämmerschlaf“): Sie sind sehr entspannt, bekommen wenig mit
Vollnarkose: Sie schlafen während der Behandlung vollständig und können sich an nichts erinnern
Welche Option für Sie geeignet ist, hängt u. a. vom Behandlungsumfang, eventuellen Vorerkrankungen und Ihren persönlichen Bedürfnissen ab.
Minimalinvasive OP-Verfahren -
Bessere Wundheilung & weniger Komplikationen!
Mikrochirurgie
Wir verwenden bei allen operativen Eingriffen spezielles mikrochirurgisches Instrumentarium. Diese Instrumente sind sehr filigran und so konzipiert, dass sie das Gewebe kaum traumatisieren.
Damit lässt sich viel feiner arbeiten als mit Skalpellen, Raspatorien etc. in Standardgröße!
Zudem verwenden wir ausschließlich sehr feine bis extrem feine Nähte, je nach Indikation. Das atraumatische Fadenmaterial ist extra gewebeschonend.
Als Nahtgrößen kommen bei uns meist 5-0, 6-0 und 7-0 zum Einsatz. Dabei ist 7-0 besonders dünn und 5-0 der dickste Faden den wir verwenden. Zum Vergleich 5-0 Faden hat in etwa den Durchmesser eines dicken menschlichen Haares!
Dadurch werden die Gewebe während des Eingriffs nicht unnötig traumatisiert, die Heilung wird beschleunigt und die Narbenbildung minimiert.
Vergrößerungshilfen
Um so filigran und mit so feinem Faden arbeiten zu können, benötigt man optische Vergrößerungshilfen.
Wir operieren immer mit Lupenbrillen mit einer Mindesvergrößerung mit 4,5-fachem Faktor. In besonders schwer einsehbaren, filigranen Bereichen, in denen es auf jedes Detail ankommt, nutzen wir unser OP-Mikroskop, das uns eine homogene, coaxiale Ausleuchtung und eine bis zu 20-fache Vergrößerung liefert.
So entgeht uns kein Detail, denn man kann nur behandeln, was man auch sieht!
Piezochirurgie
Bei diesem modernen OP-Verfahren werden die Instrumente zur Bearbeitung des Knochens durch den piezoelektrischen Effekt in Schwingung versetzt.
Die dabei erzeugten Ultraschallvibrationen sorgen für einen äußerst präzisen Schnitt durch den Knochen.
Die Ultraschallvibrationen wirken nur auf harte, kalzifizierte Strukturen. So wird nur Knochen geschnitten und Weichgewebe, Gefäße und Nerven werden maximal geschont.
Eigenbluttherapie
Um die Weichgewebsregeneration und Wundheilung zu unterstützen eignet sich die Eigenbluttherapie besonders gut.
Direkt vor dem Eingriff nehmen wir Ihnen Blut ab, welches in einer Zentrifuge in verschiedene Fraktionen separiert wird.
Durch schonende Zentrifugation des Blutes werden die Blutbestandteile isoliert, die besonders förderlich für die Wundheilung sind, z.B. Fibrin, Blutplättchen, Wachstumsfaktoren etc.
Aus der gewonnen festen Phase dem s.g. festen plättchenreichen Fibrin (solid PRF) lassen sich Membranen und Clots formen, die über die Wunde gelegt werden können.
Mit speziellen Zentrifugenröhrchen lässt sich auch flüssiges plättchenreiches Fibrin (=liquid PRF) gewinnen. Dieses eignet sich bestens, um Weichgewebe oder Zahnfleischtaschen zu unterspritzen.
Die Schritte vor, während und nach der OP -
Das sollten Sie beachten!
Aufklärung und Planung
Im Vorfeld des Eingriffes erfolgt eine umfangreiche Untersuchung, die in der Regel durch eine entsprechende digitale Röntgendiagnostik ergänzt wird. So gewinnen wir einen Überblick über die anatomischen Verhältnisse und individuellen Besonderheiten. Auf dieser Grundlage aufbauend, können wir Art, Umfang und Ablauf des Eingriffes vorhersagbar planen und uns zudem über mögliche Alternativen Gedanken machen.
Im Anschluss nehmen wir uns viel Zeit für eine ausführliche Aufklärung über Risiken, Behandlungsalternativen, den Ablauf des Eingriffs und eventuelle Kosten.
Für die Aufklärung nutzen wir zudem Illustrationen und Animationen, damit Sie wissen, was während des eingriffs geschieht.
Wir erklären Ihnen, was Sie vor, während und nach dem Eingriff beachten müssen und wie Sie den Heilungsverlauf aktiv positiv beeinflussen können.
Bestens aufgeklärt können Sie dem Eingriff sorgenfrei entgegen blicken!
Verhalten vor dem Eingriff
In den Tagen vor dem Eingriff sollten Sie sich möglichst ausgewogen und gesund ernähren, auf Nikotin und Alkohol verzichten sowie Stress meiden.
Durch gesundes und vitales Verhalten in Kombination mit vitaminreicher, antioxidativer Ernährung(z.B. Beeren, Rucola etc.) wird das Stresslevel Ihres Körpers gesenkt und Sie bereiten Ihn bestens auf den bevorstehenden Eingriff vor.
Denn ein gesundes Immunsystem ist die Grundlage für einen komplikationslosen Heilungsverlauf.
Der OP-Tag
Am Tag der OP sollten Sie ausgeschlafen und möglichst erholt sein. Bringen Sie zur Entspannung gerne auch eigene Kopfhörer und Musik mit, damit Sie sich ablenken können.
Ist eine Narkose geplant, dann erscheinen Sie bitte nüchtern! Unser Anästhesieteam bereitet Sie für die Narkose vor und sorgt dafür, dass Sie sanft einschlafen. Wenn Sie wieder aufwachen, ist die Operation auch schon wieder vorbei.
Erfolgt der Eingriff in örtlicher Betäubung, dann ist es besser, wenn Sie etwas gefrühstückt haben. Dann ist Ihr Kreislauf stabiler und Sie müssen keinen Hunger leiden. Denn nach der OP dürfen Sie nichts essen, solange die Betäubung wirkt - Sie könnten sich ja auf die taube Lippe oder Wange beißen.
Sie bekommen von uns meist im Voraus ein Rezept für eine passende Schmerzmedikation. Die erste Tablette sollten Sie nach der OP daheim einnehmen noch bevor die lokale Betäubung nachgelassen hat - so ist der Wirkspiegel des Schmerzmittels erreicht, bevor die Lokalanästhesie ihre Wirkung verloren hatt und Sie haben keine Schmerzen.
Lassen Sie sich nach dem Eingriff am besten von einer Begleitperson abholen!
Nach dem Eingriff
In den Tagen nach dem Eingriff sollten Sie sich möglichst entspannen und erholen. Meiden Sie körperliche Belastung und Anstrengung. Meist sollten Sie weiche Kost zu sich nehmen, scharfes Essen und harte Nahrung, die sich in die Wunde einbeißen kann, sollten Sie meiden.
Zähneputzen dürfen Sie vorsichtig, vermeiden Sie ein kräftiges Ausspülen des Mundes, um das für die Heilung wichtige Blutkoagel nicht auszuwaschen. Den Wundbereich selbst können Sie sanft und vorsichtig mit einem Wattestäbchen reinigen.
Bitte verzichten Sie auf Nikotin und Alkohol, denn sie erhöhen das Risiko für sehr schmerzhafte Wundheilungsstörungen enorm!
Halten Sie sich an die von uns empfohlene Dosierung von Medikamenten und überschreiten SIe keinesfalls die im Beipackzettel angegebene Maximaldosis!
Gegen die Schwellung hilft es, den Bereich von Außen zu kühlen. Übertreiben Sie es dabei aber nicht! Denn sonst kann es zu einer reaktiven Hyperämie kommen. Dabei kommt es durch die Kälte zunächst zu einer Verengung der Gefäße, sobald die Kälte aber weggenommen wird, stellt der Körper die Gefäße weit und verstärkt den Bluteinstrom, um das Gewebe wieder zu erwärmen. Durch das Blut gelangt aber auch mehr Flüssigkeit ins Gewebe und die Schwellung nimmt zu. Deshalb sollten Sie entweder mit feuchten Tüchern kühlen oder Ihre Kühlpacks in ein Tuch einwickeln.
Nachsorge
Ein bis zwei Tage nach der OP sehen wir uns zu einer kurzen Verlaufskontrolle. Hier können Sie uns berichten, falls Sie etwas stören oder unangenehm sein sollte. Wir kontrollieren die Wundheilung und zeigen Ihnen, wie Sie den Wundbereich pflegen und sauber halten können.
Bei den meisten dentoalveolären Eingriffen erfolgt die Nahtentfernung nach ca. 7 Tagen. Ist keine Nahtentfernung geplant, machen wir zu diesem Zeitpunkt häufig nochmal eine Verlaufskontrolle.
Bei manchen Operationen werden die Nähte auch erst nacht 14 Tagen entfernt.
Je nachdem wie der Verlauf der Wundheilung zum Termin der Nahtentfernung aussieht, gilt die Behandlung als abgeschlossen oder wir machen noch einmal eine Veraufskontrolle bis alles abgeheilt ist.
Wir begleiten Sie auf jeden Fall so lange, bis die Wundheilung abgeschlossen ist!