Prävention & Zahnerhalt
Nichts ist besser als der eigene Zahn
Der Erhalt Ihrer natürlichen, gesunden Zähne hat für uns als Zahnärzte oberste Priorität! Denn der Mund ist das Tor zum Körper und ein gesundes orales Mikrobiom ist wichtig, um den Körper langfristig gesund zu erhalten. Denn heutzutage sind diverse Zusammenhänge zwischen Erkrankungen der Mundhöhle und systemischen Erkrankungen, wie Diabetes, Herz-/Kreislauferkrankungen, Demenz u.v.m. bekannt und wissenschaftlich belegt. Deshalb ist moderne Zahnerhaltung mehr als nur "Löcher füllen" und orale Präventivmedizin kümmert sich um die Gesundheit Ihres oralen Mikrobioms!
Geben Sie Karius und Baktus keine Chance!
Unsere Expertise
ZA Valentin Scharpf hat viele Jahre als Allgemeinzahnarzt gearbeitet und sich leidenschaftlich um die Zahnerhaltung seiner PatientInnen gekümmert. So hat er auch diverse Fortbildungen in diesem Bereich besucht, u.a. zum Thema Biomimetische Restaurationen bei Pascal Magné, einer echten Ikone auf diesem Gebiet.
Dr. Fridolin Meinert ist zwar Oralchirurg, aber sein Herz schlägt für Zahnerhaltung! Deshalb hat er berufsbegleitend einen dreijährigen Masterstudiengang zum Thema Parodontologie abgeschlossen und diverse Fortbildungen zum Thema Endodontologie und Vitalerhaltung der Pulpa absolviert.
Unsere Leistungen auf einen Blick
Prophylaxe und Vorsorgeuntersuchungen von jung bis alt
Speziell weitergebildete Dentalhygienikerinnen kümmern sich um Ihre Mundgesundheit
Orale Präventivmedizin: Wir versuchen gemeinsam mit Ihnen, Ihre Gewohnheiten individuell anzupassen, um Ihre Mundgesundheit und damit auch Ihre Allgemeingesundheit langfristig zu optimieren.
Modernste Ausstattung für qualitativ hochwertige, minimalinvasive Zahnerhaltung
vitalerhaltende Maßnahmen an der kariös beeinträchtigten Pulpa
keramikverstärkte, ästhetische Kompositfüllungen minimalinvasiv und mit Kofferdam
volldigitale Röntgentechnologie: präzise, modern und strahlungsarm
Ihre Vorteile
präzise Arbeit dank Lupenbrille und Mikroskop
Wir nehmen uns Zeit, um Sie beim Erreichen Ihrer Mundgesundheitsziele zu unterstützen
Qualität: wir sehen Probleme immer im Zusammenhang, d.h. wir erarbeiten zusammen mit Ihnen ein individuell auf Sie zugeschnittenes Gesamtkonzept, mit dem Ziel dass Sie Ihre Zähne dauerhaft erhalten können.
geschultes Personal: Der Abschluss in der Dentalhygiene ist das Maximum, das man als Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r im Bereich der Prophylaxe erreichen kann.
Das orale Mikrobiom
Der Mund ist voll mit verschiedenen Bakterien, die man auch als das orale Mikrobiom bezeichnet. Die meisten dieser Bakterien sind gutartig und leben sozusagen in Symbiose mit dem Körper.
Ungesunde Keime sind in der gesunden Mundhöhle normalerweise nur in Unterzahl zu finden und haben so auch keinen schädlichen Einfluss.
Die gutartigen Bakterien bilden auf der frisch gereinigten Zahnoberfläche innerhalb kurzer Zeit eine dünne Schicht aus klebrigen Glykoproteinen. In den kommenden Stunden haften an dieser Schicht immer mehr Bakterien an, so dass die Belagsschicht dicker wird - so entsteht der weiche Zahnbelag, der Plaque genannt wird.
Wird die Plaque beim Zähneputzen nicht entfernt, insbesondere an schwer zugänglichen Stellen, wie den Zahnzwischenräumen, Fissuren, Grübchen, am Zahnfleischrand oder an überstehenden Restaurationsrändern, dann "reift" die Plaque. Das heißt die Bakterien vermehren sich und die Plaque wird dicker. Nach ein bis zwei Tagen sammeln sich dann zunehmend bösartige, kariogene Bakterien in der Plaque an.
Deshalb ist die korrekt ausgeführte häusliche Mundhygiene so wichtig!
Die professionelle Individualprophylaxe ist dabei nicht einfach nur eine "Zahnreinigung", bei der die Zähne mal richtig gründlich gereinigt werden! Unsere speziell ausgebildeten DentalhygienikerInnen klären Sie individuell über adäquate Maßnahmen für Ihre tägliche Mundhygieneroutine auf, demonstrieren Ihnen Putztechniken und -methoden, beantworten Ihre Fragen zur Mundgesundheit und kontrollieren den Erfolg Ihrer Mundhygienemaßnahmen.
Wie entsteht Karies?
Karies ist kein akutes Ereignis sondern ein chronischer Prozess, der Zeit beansprucht. Zu Beginn dieser Zeitstrecke ist die initiale Karies auch noch mit sehr einfachen Maßnahmen behandelbar! Erst wenn die Karies eingebrochen ist, also ein "Loch" entsteht oder sie gar bis in die Nähe der Pulpa (Zahnnerv) vorgedrungen ist und Zahnschmerzen verursacht, werden Behandlungen, wie Füllungen oder gar endodontologische Maßnahmen nötig - also lassen Sie keine unnötige Zeit verstreichen!
Aber wie entsteht Karies nun überhaupt?
Die bösartigen Bakterien in der kariogenen Plaque verstoffwechseln den Zucker in der Nahrung zu Milchsäure. Da die Milchsäure für die Bakterien ein Abfallprodukt ist, geben sie diese an ihre Umgebung ab, wodurch der pH-Wert in der Plaque in ein saures Milieu abfällt.
Anfangs sorgt das saure Milieu für ein Anätzen der obersten Schmelzschicht des Zahnes, die Mineralstruktur zwischen den Schmelzprismen, die vornehmlich aus Fluorapatitkristallen besteht, löst sich langsam auf, die Schmelzoberfläche wird angerauht. Dieses Stadium der Karies nennt sich INITIALKARIES.
Wird die Plaque und damit die kariogenen Bakterien entfernt, dann wird der Säureangriff gestoppt und die angeätzte Zahnoberfläche kann durch Ionen im Speichel sogar oberflächlich reminaeralisieren.
Um diesen Remineralisierungsprozess zu unterstützen, können fluoridhaltige Zahnpasta und Schutzlackee in ausgewogener Menge helfen.
Das Loch im Zahn
Wird die kariogene Plaque nicht entfernt oder bildet sich von Neuem, dann wird der bakterielle Säureangriff nicht gestoppt und die Demineralisation breitet sich über den Zahnschmelz bis in das darunterliegende Dentin aus.
Das Dentin ist von Natur aus nicht so hart wie der Zahnschmelz. Das liegt daran, dass Zahnschmelz fast ausschließlich aus anorganischen Fluorapatitkristallen besteht. Die Hauptmasse des Dentins sind organische Kollagenfasern, die sekundär mineralisieren.
Durch die kariöse Demineralisation erweicht das Dentin viel schneller und großflächiger als der darüberliegende Zahnschmelz, der häufig noch intakt aussieht. In der Zahnmedizin wird das als unterminierende Karies bezeichnet. Aufgrund der noch intakten Schmelzoberfläche ist das eigentliche Ausmaß der kariösen Demineralisation mit bloßem Auge besonders an schwer einsichtigen Stellen, wie den Zahnzwischenräumen, oft nicht einfach zu erkennen. Deshalb müssen in regelmäßigen, an das individuelle Kariesrisiko angepassten Abständen spezielle Röntgenbilder gemacht werden, s.g. Bissflügelaufnahmen. Diese sind extrem strahlungsarm, aber stellen die Zahnzwischenräume sehr scharf dar.
Irgendwann kann das erweichte Dentin, die darüberliegende Schmelzschicht nicht mehr stützen und es kommt zum kariösen Einbruch der Schmelzschicht - das "Loch", bzw. die kariöse Kavität ist entstanden. Nun können ungehindert Bakterien in den Zahn eindringen und die Karies breitet sich noch schneller aus.
Zahnschmerzen - die Anatomie
Es gibt verschiedene Ursachen für Schmerzen am Zahn oder im Zahn. Um diese zu differenzieren, hilft ein kurzer Ausflug in die Anatomie des Zahnes. Der sichtbare Anteil des Zahnes, die s.g. Zahnkrone ist normalerweise komplett von einer Schicht hartem Zahnschmelz bedeckt. Darunter liegt das Dentin, das die Hauptmasse des Zahnes ausmacht. Die Zahnwurzel ist der Teil des Zahnes, der unterhalb des Zahnfleisches im Knochen steckt. Sie besteht komplett aus Dentin und ist nicht von Schmelz bedeckt. Im Inneren des Zahnes liegt ein feines, von Gefäßen und Nervenfasern durchflochtenes Bindegewebe, die Pulpa, umgangssprachlich "Zahnnerv" genannt. Das Dentin wird von vielen feinen, mit Flüssigkeit gefüllten Kanälchen, den Dentintubuli durchzogen. Wird das Dentin freigelegt, dann kann die Flüssigkeit in den Tubuli durch osmotische (z.B. süß/sauer), mechanische Reize oder Temperaturunterschiede bewegt werden, was vom "Zahnnerv" als Schmerzreiz wahrgenommen wird.
Die Zahnwurzel steckt nicht einfach im Kieferknochen, sie ist vielmehr über Fasern im knöchernen Zahnfach ("Alveole") aufgehängt. Der Spalt zwischen der Wurzel und dem Knochen wird ausgefüllt von Bindegewebe, Gefäßen und feinen Nervenendigungen, die Druckreize erfassen können. Dieser Gewebespalt wird als das parodontale Ligament bezeichnet.
Zahnschmelz kann vom Körper nicht nachgebildet werden! Dentin wiederum kann durch Zellen in der Pulpa, die Odontoblasten heißen, neu gebildet werden, solange die Pulpa am Leben ("vital") ist. Schädliche Einflüsse und Reize an der Zahnoberfläche ("Noxen"), wie z.B. Karies, triggern eine Art Schutzreflex in der Pulpa, der dazu führt, dass die Odontoblasten von Innen neues Dentin ("Tertiärdentin") anlagern, um eine Barriere zwischen dem schädlichen Reiz und der Pulpa zu schaffen.
Zahnschmerzen - die Ursachen
Eine ganze Reihe von Noxen können Zahnschmerzen verursachen. Hier ein grober Überblick:
tiefe Karies: Durch Karies wird Dentin freigelegt. Anfangs spüren Sie vielleicht nur ein leichtes Ziehen beim Konsum süßer Speisen oder bei Kälte, je näher die Karies aber dem "Zahnnerv" kommt, desto stärker werden die Beschwerden. Irgendwann kommt es zu einer schmerzhaften Entzündungsreaktion der Pulpa ("Pulpitis"). Der Zahn schmerzt dann in der Regel bei Kälte und oft auch bei Wärme. Stirbt die Pulpa ab, dann sind die Schmerzen zeitweise vorbei, bis die Bakterien sich über den Wurzelkanal bis an den Knochen ausgebreitet haben und hier einen Abszess verursachen können.
nicht-kariöse Substanzdefekte: Nicht nur Karies kann zu Schäden am Zahn führen, die zu einer Eröffnung des Dentins führen.
freiliegende Zahnhälse : Durch zu energisches Zähneputzen, zu schnelle Bewegung von Zähnen während kieferorthopädischer Behandlung oder Parodontitis kann es zu einem Zahnfleischrückgang kommen, dadurch kommt es zu einer empfindlichen Exposition des Wurzeldentins. Beschwerden bei Kälte, aber auch bei süßen oder sauren Nahrungsmitteln sind ganz typisch.
funktionelle Überbelastung: Erfährt ein Zahn eine funktionelle Überbeanspruchung, z.B. beim Zähneknirschen oder -pressen, kann der Zahn kraftvoll in das Zahnfach gedrückt werden. Dadurch kommt es zu einer Kompression des parodontalen Ligaments. Es kommt daraufhin zu einer ödematösen Schwellung des Gewebes, wodurch der Zahn aufbissempfindlich werden kann.
Deshalb sind die regelmäßigen und ausführlichen Kontrolluntersuchungen genau so wichtig wie die individuell angepasste professionelle Dentalhygien, die nicht nur für die Reinigung schwer zugänglicher Bereiche sowie die Überwachung und Anpassung Ihrer häuslichen Mundhygienemaßnahmen wichtig ist.
nicht-kariöse Substanzdefekte
Die Zahnhartsubstanz kann auch Schaden nehmen, ohne dass Karies im Spiel ist. Bei den nicht-kariösen Substanzdefekten wird je nach Ursache unterschieden zwischen:
Erosion: Erosionsdefekte werden durch Säuren aus Nahrungsmitteln, oder auch durch Magensäure, z.B. bei Reflux, verursacht, insbesondere dann, wenn direkt nach der Säureeinwirkung die Zähne geputzt werden! Durch das Zähneputzen wird die oberflächlich angeäzte Schicht des Zahnschmelzes abgetragen. Deshalb sollte man nach dem Konsum säurehaltiger Lebensmittel mindestens 30 Minuten abwarten, bevor man Zähne putzt. In dieser Zeit kann der Speichel die Säure neutralisieren und die Zahnoberfläche wieder remineralisieren.
Attrition bezeichnet den Abrieb zwischen Zähnen untereinander. Attritionsdefekte entstehen meist bei Knirschern oder Pressern, bei denen es zu sehr häufigen und sehr staren Zahn-zu-Zahn-Kontakten kommt. Bei noch nicht vorhandenen oder minimalen Defekten hilft eine "Knirscherschiene" präventiv dabei, die Hartsubstanz zu schützen.
Abrasion beschreibt den Zahnhartsubstanzverlust durch Schleifkörper in der Nahrung oder in Zahnpflegeprodukten. Klassischerweise entstehen Abrasionen durch aggressives Putzverhalten. Meist wird hier eine zu abrasive Zahnpasta in Kombination mit einer zu harten Zahnbürste verwendet. Die meisten Whitening-Zahnpasten enthalten kleine Schleifkörperchen, die die Zahnoberfläche extrem gründlich reinigen sollen. So entstehen die keilförmigen Putzdefekte am Zahnhals.
Kleinere bis mittlere Defekte können mit keramikverstärkten Kompositfüllungen wieder hergestellt werden. Großflächige Schäden müssen mit indirekten Restaurationen, wie Overlays, Teilkronen oder gar Kronen, rekonstruiert werden.
Unser Ziel ?
Zahnerhalt Ihr Leben lang!
Prophylaxe & Dentalhygiene
Nach einer Individualprophylaxesitzung bei unserer erfahrenen Dentalhygienikerin, in der Sie unter anderem indiviuell über die für Sie besten Maßnahmen optimaler Mundhygiene aufgeklärt werden, sind Ihre Zähne perfekt vorbereitet für einen ausführlichen Befund, denn nur wenn Ihre Zähne sauber sind, können wir deren Zustand auch wirklich beurteilen.
Dabei soll die Prophylaxe nicht nur für perfekte Sauberkeit sorgen, sondern den Erfolg Ihrer häuslichen Mundhygienemaßnahmen regelmäßig kontrollieren und Ihnen ganz individuell zeigen, wie Sie diese noch verbessern können.
Unsere Dentalhygiene ist außerdem unsere erste Bastion bei der Erkennung parodontaler Erkrankungen und auch intensiv in deren Behandlung eingebunden.
Das empfohlene Intervall, in dem Sie zur Prophylaxe kommen sollten, hängt von Ihrem individuellen Karies- und Parodontitisrisiko ab und wird je nach Therapieerfolg angepasst.
Ausführliche Kontrolluntersuchung
Zweimal jährlich erfolgt eine ausführliche zahnärztliche Kontrolluntersuchung, die nicht nur ein kurzer Blick in den Mund sein sollte. Wir kontrollieren den Status Ihrer Zähne, testen die Vitalität der Zahnpulpa, sondieren vorhandene Restaurationsränder und überprüfen die Gesundheit Ihres Zahnhalteapparates und Ihrer Kiefergelenke.Dabei vervollständigen wir unseren Befund regelmäßig mit entsprechender Röntgenbildgebung, um ja nichts zu übersehen!
Modernste Röntgentechnologie
In unserer Praxis können wir Ihnen modernste, volldigitale und strahlenarme Röntgentechnologien anbieten:
Orthopantomogramm: Das OPG ist die klassische 2D-Übersichtsaufnahme des kompletten Gebisses und der Kiefer, wobei auch die Kiefergelenke und die unteren Anteile der Kieferhöhlen mit abgebildet werden. Das OPG bietet eine tolle Übersicht über den Zanstatus, verlagerte und retinierte Zähne, Zysten im Kieferknochen, den Zustand des Knochens um die Zähne herum. Auch viele Pathologien der Kieferhöhle und des Kiefergelenks können mit dem OPG diagnostiziert werden. Da das OPG nur zweidimensional ist und auch nicht so scharf zeichnet, ist, wenn man eine Pathologie im OPG erkennt, meistens noch eine weiterführende Röntgendiagnostik mit schärfer zeichnenden Einzelzahnröntgenbildern oder einer 3D-Bildgebung notwendig.
Zahnfilm: Diese zweidimensionale Aufnahme bildet scharfzeichnend den kompletten Zahn von der Krone bis zur Wurzelspitze und den umgebenden Knochen ab. Der Zahnfilm ist die Standardaufnahme für endodontologische Fragestellungen. Bei mehrwurzligen Zähnen mit komplexer Wurzelanatomie kann manchmal eine auf den einzelnen Zahn beschränkte 3D-Aufnahme nötig sein. Auch bevor ein Zahn mit festsitzendem Zahnersatz, z.B. einer Krone versorgt wird, wird im Voraus ein Röntgenbild des Zahnes angefertigt.
Bissflügel: Hier werden v.a. die Zahnkronen der Seitenzähne des Ober- und Unterkiefers dargestellt. Die Zahnzwischenräume werden fast überlagerungsfrei abgebildet, was diese Aufnahme zur Standardaufnahme für die Erkennung von Zwischenraumkaries (Approximalkaries) macht.
Digitale Volumentomographie: Die DVT ist die 3D-Aufnahmetechnik in der Zahnmedizin - strahlenärmer und scharfzeichnender als bei einer Computertomographie können hier 3D-Aufnahmen verschiedener Größe (Field of View), vom einzelnen Zahn bis hin zur kompletten Darstellung beider Kiefer, angefertigt werden. Diese Technik wird dann angewendet, wenn eine Abklärung anatomischer Lagebeziehungen nötig wird oder z.B. das Knochenangebot vor einem implantologischen Eingriff überprüft werden soll. Auch die Position von Implantaten im Kiefer kann so präzise geplant werden.
In der Regel werden alle 2 Jahre von der rechten und linken Seite Bissflügelaufnahmen für die frühzeitige Diagnostik von Approximalkaries gemacht. Ein OPG wird als Übersichtsaufnahme meist alle 4 Jahre angefertigt, da es bestens für die Erkennung von Zufallsbefunden, wie z.B. Zysten oder retinierter Zähne, geeignet ist.
Zahnerhalt von Jung bis Alt
Unser Ziel ist es, bereits bei unseren kleinsten Patienten dafür zu sorgen, dass die Milchzähne kariesfrei bleiben und sich kariogene Bakterien gar nicht erst als Teil, der sich in früher Kindheit bildenden Mundflora, etablieren. Dafür zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihren Kindern das Zähneputzen und die richtige Mundhygiene ganz spielerisch beibringen, damit es sich gar nicht als Pflicht anfühlt, sondern sich einfach als Routine in den Alltag integriert.
Und sollten unsere kleinen Patienten doch mal Karies bekommen? Dann werden sie bei uns fürsorglich und angstfrei behandelt, denn wir wollen nicht, dass der Zahnartbesuch sich in der Vorstellung Ihres Kindes als etwas unangenehmes manifestiert!
So begleiten wir die Mundgesundheit bis ins Erwachsenenalter!
Und bei erwachsenen Patienten?
Unser Ziel ist es, dass Sie bis ins hohe Alter mit Ihren eigenen Zähnen essen, sprechen und lachen können! Bestenfalls sogar ohne, dass Sie jemals eine Füllung oder Krone brauchen.
Deshalb legen wir besonders viel Wert auf Prävention und haben unsere Praxis von vornherein nach einem individualisiertem Dentalhygienekonzept ausgerichtet. Unser speziell geschultes Personal begleitet Sie bei der Etablierung eines eigens auf Sie zugeschnittenen Mundhygienekonzeptes in Ihrem Alltag - damit wir zusammen zeitlebens für die Gesundheit Ihrer Zähne und Ihres Zahnhalteapparates sorgen!
Hochwertige Zahnfüllungen
Wenn wir doch mal eine Karies behandeln müssen, dann machen wir das schmerzfrei, minimalinvasiv und mit hochwertigem, zahnfarbenem, keramikverstärkten Füllungsmaterial in Adhäsivtechnik.
schmerzfrei: durch die Verwendung sehr dünner Kanülen und spezieller Verfahren wie intraligamentärer Anästhesie und oberflächlicher Betäubung können wir gezielt das Schmerzempfinden am Zahn ausschalten und gleichzeitig spüren Sie kaum etwas von der eigentlichen Injektion.
minimalinvasiv: Bei Amalgamfüllungen musste für den Halt der Füllung am Zahn so ausgedehnt gebohrt werden, dass viel mehr Zahnsubstanz verloren ging, als nur die kariös zerstörte! Dank moderner Adhäsivtechnik wird heute nur noch das Nötigste an Zahnhartsubstanz entfernt - der Zahn bleibt mechanisch stabil und das Risiko einer Pulpaschädigung wird minimiert.
keramikverstärktes Füllungsmaterial: Moderne Füllmaterialien (Komposite) bestehen aus einer Kunststoffmatrix, in die Keramikpartikel eingebettet sind. Je nach Größe, Art und Menge der Keramikpartikel können Polierbarkeit, mechanische Stabilität und Ästhetik vom Hersteller beeinflusst werden.
Adhäsivtechnik: Im Gegensatz zu Füllungen aus Amalgam oder Zement, die eine Kassenleistung sind, werden Kompositfüllungen mit dem Zahn verklebt. Da Komposite sehr feuchtigkeitsempfindlich (hydrophob) sind, die Zahnoberfläche aber feuchtigkeitsanziehend (hydrophil) ist, muss die Zahnoberfläche speziell konditioniert und mit einem Haftvermittler beschichtet werden, damit das Komposit am Zahn verklebt werden kann.
Zusätzlich zu den an verschieden Zahnfarben anpassbaren Komposit, das wir standardmäßig für verschiedene Füllungen nutzen, verwenden wir zudem ein spezielles Ästhetikkomposit für hochästhetische Frontzahnrestaurationen mit dem man auch feinste Farbnuancen und Charakteristika im Frontzahnbereich nachbilden kann - für absolut unsichtbare Restaurationen.
Minimalinvasive Kariestherapie dank Adhäsivtechnik
Langlebige Füllungen in Adhäsivtechnik sind sehr techniksensitiv, d.h. um sie perfekt zu machen, müssen einige Arbeitsschritte sorgfältig erledigt werden, um ein langfristig stabiles Ergebnis zu erreichen!
absolute Trockenlegung: Damit die Kompositfüllung dicht mit dem Zahn verklebt werden kann, darf keine Feuchtigkeit den Bereich während des Verarbeitens des Füllmaterials kontaminieren. Um Speichel, Feuchtigkeit aus der Atemluft und andere Flüssigkeiten fern zu halten, wird ein latexfreies Gummituch im Mund aufgespannt, durch das nur die zu bearbeitenden Zähne rausschauen, der s.g. Kofferdam.
Lichthärtung: Die Kunststoffmatrix der Komposite besteht im Flüssigen Zustand aus einzelnen Molekülen (Monomere). Durch Licht bestimmter Wellenlänge (meist blau) werden Initiatormoleküle aktiviert, die die Vernetzung (Polymerisation) der Kunststoffmoleküle in Gang bringen - dadurch erhärtet das Komposit. Dabei nimmt die Menge und Stärke des Lichts, das die Polymerisation initiiert mit zunehmender Materialstärke ab!
Mehrschichttechnik: Um eine vollständige Aushärtung zu gewährleisten, werden daher schrittweise Kompositschichten von max. 2mm eingebracht und lichtgehärtet, bis die Kavität vollständig gefüllt ist. Mit dieser Technik lässt sich zudem sehr schön die Zahnanatomie nachmodellieren
Bulk-Fill Komposite: Für Fälle in denen das Schichten und Modellieren zu lange dauert, wurden Komposite entwickelt, die als große Masse (engl.: "bulk") in bis zu 4mm dicken Schichten verarbeitet werden können. Sie enthalten zusätzliche Initiatormoleküle, die auch ohne Licht für eine Aushärtung in tieferen Schichten sorgen. Sie bieten dabei trotzdem eine recht gute Ästhetik und sind daher dann sehr gut geeignet, wenn es vor allem auf Zeit ankommt - also in Bereichen, wo die Mundöffnung sehr schwer fällt, bei kleinen Kindern, die ebenfalls meist nicht so lange den Mund aufhalten können oder bei Sanierungen in Vollnarkose.
Schrumpfungsstress: Wenn es mit Bulk-Fill Kompositen schneller geht, warum nehmen wir diese dann nicht standardmäßig? Wie so oft ist schneller nicht gleich besser, und auch hier liegt der Teufel im Detail: Beim Vernetzen der Kunststoffmoleküle untereinander wird ihr Abstand zueinander verringert, es kommt zur Polymerisationsschrumpfung. Diese ist umso größer, je mehr Masse auf einmal polymerisiert wird! Dadurch entstehen an den Bereichen, an denen die Füllung am Zahn klebt, recht große mechanische Spannungen. Je mehr freie Flächen die Füllung hat, desto größer sind die Spannungen. Dieses Phänomen wird mit dem C-Faktor beschrieben. Das heißt der Spannungsstress ist bei einer einflächigen Füllung kleiner als bei einer dreiflächigen. Diese Probleme lassen sich bei korrekter Mehrschichttechnik mit einem geeigneten anatomischen Matritzensystem vermeiden.
Politur: Wird ein anatomisches Matritzensystem verwendet, um die Form des Zahnes im Zahnzwischenraum korrekt nachzubilden, dann lassen sich Füllungen fast überschussfrei legen. Ist die Füllung fertig modelliert, dann werden eventuell vorhandene Überschüsse entfernt und die Füllungsoberfläche gründlich poliert, damit sich keine Bakterien an Retentionsnischen festsetzen können!